Zu(g)fälle

Erkenntnis des Tages: Auch Prinzessin Lillifee’s Oma fährt Bahn!

Kennen Sie diese Momente im Leben, in denen Sie beschließen etwas zu ändern? Ich hatte grade so einen Moment: um möglichst schnell ans Ziel zu kommen, habe ich heute den Zug gebucht, der nur 10 Minuten nach Feierabend fährt. Das Problem: von der Arbeit bis zum Bahnhof brauche ich mit dem Taxi zwischen 7 und 10 Minuten. Was ich in meinen Berechnungen nicht beachtet habe: die Züge fahren in der Regel nicht vom Taxistand, sondern vom Gleis ab. Sie ahnen es vermutlich schon: heute war einer dieser Tage, an dem sich sämtliche Ampeln, gegnerische Autofahrer sowie, nach meinem Empfinden unnötig, im Bahnhofsgebäude rumschlendernde Menschen gegen mich verschworen hatten (ich bin übrigens seit heute für ein Gesetz, das es verbietet, sich unnötig im Bahnhofsgebäude rumzutreiben!). Ich renne also wie von Sinnen zu Gleis 8. In der linken Hand: mein Koffer. Über der rechten Schulter: die Tasche mit KJ- meinem Hund*¹. Nach mehreren Beinnahe-Zusammenstößen mit oben genannter Spezies, schaffe ich es irgendwie noch- gerade so- in den Zug zu springen, bevor sich die Zugtür hinter mir mit einem bedrohlichen Knall schließt. Ich schwöre: es war noch NIE so knapp. Noch NIE. Ich bin völlig außer Atem und bereue in diesem Moment zutiefst, dass ich mich früher beim Sportunterricht immer gedrückt habe.

Erkenntnis des Tages: Manche Frauen haben verdammt gute Kopfhörer!

Freitagabend, 28 Grad, Fensterplatz am 4er mit Tisch. Die Klimaanlage funktioniert einwandfrei- der Temperaturhaushalt des Mannes am 4er gegenüber offenbar nicht.

Dem Herrn mit dem blau gestreiften Hemd und der farblich nicht abgestimmten gepunkteten Krawatte rinnt jetzt schon seit 30 Minuten der Schweiß seitlich am Kopf herunter. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass selbiger auf Hochtouren arbeitet- also der Kopf. Der Mann in Blau haut nämlich einen Spruch nach dem nächsten raus und unterhält damit den ganzen Wagen. Oder vielmehr:

Erkenntnis des Tages: Regenwürmer kommen nicht nur bei Regen aus der Erde!

„'Tschuldigung- ich hab' hier reserviert, darf ich mal grade?". So oder so ähnlich beginnen eigentlich alle meine Bahnfahrten. Ich reserviere nämlich immer am Fenster! Fensterplätze bieten meiner Meinung nach zwei entscheidende Vorteile gegenüber einem Platz am Gang. Erstens: Man kann raus gucken. Zweitens: Man kann seinen Kopf zum Schlafen seitlich anlehnen was mir die Hoffnung gibt, dass ich nicht einer dieser Bahnreisenden bin, die entweder mit dem Kopf auf der Brust schlafen und dabei ziemlich dämlich aussehen, oder, noch schlimmer, diejenigen die den Kopf hinten anlehnen um dann mit leicht geöffnetem Mund, gerne sabbernd, vor sich hin zu schnarchen. Nein, so möchte ich nicht aussehen beim Schlafen. Ich möchte meinen Kopf stylisch ans Fenster lehnen und friedlich- hübsch aussehen. Ich weiß, das kann man natürlich nicht beeinflussen- man schläft ja- aber zumindest wächst mit meinem Fensterplatz die Wahrscheinlichkeit für die stylisch- friedlich- hübsch- Schlafhaltung.

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In Elternzeit! :)